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Bestände des Stadtarchivs

Dokumente der Stadtverwaltung
Die zentrale Aufgabe eines Kommunalarchivs ist die Bewahrung von Dokumenten, die in der Stadtverwaltung nicht mehr laufend benötigt werden. Dabei kann es sich um Urkunden, Akten, Karten oder Pläne handeln oder in heutiger Zeit natürlich auch um Fotos oder EDV-Materialien. Aber nicht alles was einmal schriftlich verfasst wurde, muss für die Nachwelt auch erhalten bleiben.

Es ist Aufgabe des Archivpersonals, aus der Fülle der Akten auszuwählen – Dokumente etwa, die von rechtlichem Belang sind oder Akten, die für künftige Generationen interessant sein können. Im Lauf der Zeit ist dieser Bestand immer größer geworden. Besonders seit der Industrialisierung wuchs die Stadt und mit ihr die Verwaltung. Nach jeder Eingemeindung vergrößerte sich der Zuständigkeitsbereich des Archivs.
Unser Bestand umfasst daher heute den gesamten Raum der Stadt und des ehemaligen Landkreises Bielefeld, also auch Überlieferungen aus Heepen, Jöllenbeck, Gadderbaum, Brackwede, Dornberg, Sennestadt und Senne.

Dokumente von Unternehmen und Privatpersonen
Prägend für die Stadtgeschichte ist nicht nur die kommunale, sondern auch die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung. Wir verwahren daher viele Überlieferungen wichtiger regionaler Unternehmen. Dazu gehören unter anderem Dokumente von Betrieben wie der Ravensberger Spinnerei, der Dürkopp-Werke, der Ankerwerke, der Keksfabrik SUM und vieler anderer.

Zu den Dokumenten aus dem privaten Bereich zählen Familien- und Hofpapiere ebenso wie Nachlässe prominenter Bielefelder Persönlichkeiten, Arbeitzeugnisse, Feldpostbriefe oder Tagebuchaufzeichnungen. Viele Bürger haben uns in der Vergangenheit ihr privates Schriftgut überlassen und so zum Aufbau dieser Sammlung beigetragen.

Dokumente von Parteien und Vereinen
Parteien und Vereine gestalten das soziale und politische Leben in einer Stadt entscheidend mit. Dokumente bekannter Vereinigungen, wie dem traditionellen Bielefelder Musikverein, haben daher ebenso ihren Platz im Archiv wie Überlieferungen der aus der Arbeiterbewegung entstandenen „Volksbühne” oder der „Arbeiterwohlfahrt”.

Exemplarisch für den bestimmenden Einfluss der politischen Kräfte auf das Leben im vergangenen Jahrhundert ist beispielsweise der Aktenbestand des SPD-Bezirks Ostwestfalen-Lippe, der sich in unserem Haus befindet.

Die Aufbewahrung und Nutzung
Dokumente, die zur dauerhaften Aufbereitung bestimmt sind, werden geordnet und verzeichnet. Anschließend gelangen die Archivalien in unsere Werkstatt, werden entstaubt, repariert, in säurefreie Kartons gelegt und in die Magazine gebracht. Da Papier auf Umwelteinflüsse wie Wärme und Lichteinfall empfindlich reagiert, müssen die Lagerräume dunkel und staubfrei sein. Wichtig ist außerdem eine konstant gehaltene niedrige Luftfeuchtigkeit. Unsere Magazine sind nicht öffentlich zugänglich. Besucher des Archivs dürfen nur bei einer Führung einen Blick hineinwerfen.


Die Archivalien dürfen nur im Lesesaal eingesehen werden. Unsere Findbücher, Karteien und Dateien geben Aufschluss darüber, wo Sie benötigte Informationen finden. Wir bemühen uns sehr darum, die Dokumente sorgfältig zu behandeln, damit sie auch in einigen hundert Jahren noch angesehen werden können. Da unsere Dokumente einmalig sind, bitten wir auch Sie als Nutzer um eine vorsichtige Behandlung.