Aktuelles

 

 

Das Bildarchiv Hermann Albrecht Insinger
Ein Digitalisierungs- und Crowdsourcing-Projekt

Dank der Förderung im Rahmen von „WissensWandel. Digitalprogramm für Bibliotheken und Archive innerhalb von NEUSTART KULTUR des Deutschen Bibliotheksverbands e.V. (dbv)“ kann das Stadtarchiv Bielefeld seit Kurzem eine einzigartige Fotosammlung aus den eigenen Beständen digitalisieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen: das Bildarchiv Hermann Albrecht Insinger.
Das Bildarchiv umfasst ca. 7.000 Negative, darunter mehr als 2.000 Stereofotografien, mit Motiven aus Paris und über 200 weiteren Orten in Frankreich, Italien, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland aus der Zeit von 1889 bis 1905.

Urheber der Fotos ist der Niederländer Hermann Albrecht Insinger (1825-1911), ein Kaufmann und Politiker aus Amsterdam, der von 1889 bis zu seinem Tod als Privatier in Paris lebte und von dort aus zahlreiche Reisen durch Süd- und Mitteleuropa unternahm, die er mit der Kamera dokumentierte.  

Die Aufnahmen Insingers zeigen ein beeindruckendes Panorama des Lebens der sog. Belle Époque, ihrer Menschen, Arbeitswelten und Moden. Sie geben umfangreiche und persönliche Einblicke eines Zeitzeugen in so bedeutende historische Ereignisse wie etwa die Weltausstellung von 1900 und überliefern zugleich das - heute zum Teil verlorene - Erscheinungsbild diverser Städte zur Zeit der vorletzten Jahrhundertwende, darunter neben Paris u.a. Amsterdam, Lugano, Rom, Neapel, Zürich – und Bielefeld.

Bei der Erschließung der Motive setzt das Stadtarchiv erstmals auf die Methode des sog. Crowdsourcing, d.h. die Öffentlichkeit wird bewusst in den Erschließungsprozess mit einbezogen.

Mehr erfahren und bei der Erschließung der Fotos helfen

 

 

Übernahme von Personenstandsregistern

Das Stadtarchiv Bielefeld hat am 18. Januar 2022 Folgejahrgänge der Geburtsregister (1911: 17 Bde.), Heiratsregister (1941: 20 Bde.) und Sterberegister (1991: 11 Bde.) aus dem Standesamt übernommen. Nach der ersten Übernahme 2009 stehen nunmehr 2.296 Bände im Bestand 104,2.20/Personenstandsregister für die Auswertung zur Verfügung. Weitere Informationen (PDF)

 

 

„Spurensuche Bielefeld 1933-1945“ online

Ein Portal zur lokalen Erinnerungskultur und zur Geschichte des Nationalsozialismus in Bielefeld ist am 13. Dezember 2021, dem 80. Jahrestag der Riga-Deportation von 1941, online geschaltet worden. Knapp 30 Autorinnen und Autoren haben mehr als 100 Artikel („Spuren“) zu Biographien, Orten und Ereignissen von Verfolgung und Widerstand zwischen 1933 und 1945 beigesteuert. Die Onlineschaltung ist nicht der Abschluss des Projekts, sondern soll Auftakt sein für noch mehr Artikel von noch mehr Beitragenden, die nicht aus der Wissenschaft und Forschung kommen müssen. Es ist ein partizipatorisch-kollaboratives Projekt für jedermann, das angereichert und weiterentwickelt wird.

Das Portal basiert auf der erfolgreichen „Spurensuche Bremen“, deren Gestaltung adaptiert wurde. Es bietet Karten-referenzierte „Spuren“ zur Stadtgeschichte Bielefelds zwischen 1933 und 1945 und dem Weg in den Nationalsozialismus und dessen Aufarbeitung. Der Schwerpunkt liegt zum Auftakt auf den Verschleppten und den Vorgängen des 13. Dezembers 1941, als die erste Deportation ostwestfälischer Jüdinnen und Juden stattfand. Die Lebenswege der 80 Bielefelderinnen und Bielefelder darunter, die zuletzt in der Stadt gelebt hatten, werden in Biogrammen nachgezeichnet. Die Vorgänge im „Kyffhäuser“ am Kesselbrink, wo sie und 340 weitere Jüdinnen und Juden aus Ostwestfalen zusammengezogen worden waren, und am Bahnhof sowie die beteiligten Institutionen (Gestapo, Finanzamt etc.) sind ebenfalls nachlesbar. Andere Spuren gelten weiteren Verfolgtengruppen, die noch deutlich intensiver darzustellen sind. Das ist der Auftrag an alle, die sich an der Tilgung „Weißer Flecken“ auf der „Spuren“-Stadtkarte beteiligen möchten.

Darüber hinaus stellen sich 20 Initiativen und Institutionen aus dem Bereich Erinnerungskultur samt ihrer Arbeitsschwerpunkte und „Produkte“ vor. Auch hier sind weitere Gruppen zur Teilnahme eingeladen.

www.spurensuche-bielefeld.de

 

 

 

Historische Zeitungen online
Unter https://zeitpunkt.nrw/  sind die folgenden historischen Zeitungen online gegangen:

Nach Laufzeit – Vorgänger/Nachfolger

Lfd. Nr.

Titel

Laufzeit

Scans

MB

01

Journal der Districte Minden, Bielefeld und Rinteln im Weser-Department

1809-1810

1209

8555.40

02

Öffentliche Anzeigen des Weser-Departments

1810

1022

7809.41

03

Oeffentliche Anzeigen des Distrikts Bielefeld

1811-1813

1696

5573.22

04

Öffentliche Anzeigen der Grafschaft Ravensberg

1813-1856

19407

74041.36

05

Bielefelder Kreisblatt

1857-1864

3265

27271.71

06

Bielefelder Wochenblatt

1864-1876

10025

108538.62

07

Bielefelder Tageblatt

1876-1883

10146

215224.08

08

Westfälische Zeitung

1883-1945

192141

4822388.00

09

Conservativer Volksfreund

1862-1874

2724

33189.88

10

Neue westfälische Volks-Zeitung

1877-1921

47455

857838.47

11

Der Wächter

1864-1902

40814

458641.45

12

Volkswacht Organ der Sozialdemokratie für das östliche Westfalen und die Lippischen Freistaaten

1890-1933

108108

2291224.00

13

Bielefelder General-Anzeiger

1900-1918

62423

796958.61

14

Westfälische neueste Nachrichten

1918-1945

102930

1268139.32

15

Aufwärts

1919-1936

21684

492040.99

Beilagen

 

 

 

 

16

Allgemeine Mitteilungen über Land und Hauswirtschaft. 1925-1930

1925-1930

164

3543.26

17

Mitteilungen für Land- und Hauswirtschaft

1925

22

486.43

18

Vergeßt es nicht!

1930

8

178.51

19

Für Herz und Haus

1920-1921

160

2690.52

20

Zeitbilder

1924-1925

612

7209.56

21

Sportanzeiger im Bild

1924

32

394.41

22

Bilder-Rundschau der W.N.N.

1927

100

1182.76

23

Aus Welt und Leben

1920-1924

322

3930.38

24

Haus, Hof und Garten

1921-1939

424

5163.53

25

Ravensberger Blätter für Geschichts-, Volks- und Heimatkunde

1901-1978

229

2909.71

 

GESAMT

 

627.122

2.291.224

 

 

 

Zu den Veranstaltungen des Historischen Vereins für die Grafschaft Ravensberg e.V.